Kontrollzone (D-CTR)

Eine Kontrollzone ist der kontrollierte Luftraum im nahen Umfeld eines Verkehrsflughafens oder größeren Flugplatzes. Die verantwortliche Stelle ist ein Tower, der großenteils nach Sicht operiert. Das Radarbild dient lediglich als Unterstützung. Dies unterscheidet die Kontrollzone von herkömmlich kontrollierten Lufträumen. Außerdem ist ausschließlich hier Sonder-VFR (SVFR) möglich. Die Besonderheit einer Kontrollzone im vergleich zu einem herkömmlichen kontrollierten Luftraum besteht darin, dass eine Kontrollzone als Lower Limit immer den Boden (GND) hat, während eine Control Area (also ein kontrollierter Luftraum, der nicht als Kontrollzone definiert ist) nie bis zum Boden reicht.

Eigenschaften

In Deutschland sind Kontrollzonen ohne Ausnahme als Delta-Luftraum klassifiziert. Je nach Verkehrsaufkommen werden Kontrollzonen auch nur zeitweise aktiv gehalten - entweder über die Betriebszeiten des Platzes (z.B. 06:00 - 20:00 Uhr lokal) definiert oder bei Bedarf (z.B. anfliegender IFR-Verkehr) aktiviert. Solche zeitweise aktiven Lufträume erkennt man in Karten an dem Suffix (HX) - z.B. D(HX). Bei Inaktivität gilt die Klassifizierung der generellen Luftraumstruktur (siehe weiterführende Links).

Kontrollzonen erkennt man auf der deutschen ICAO-Karte an der rötlichen Einfärbung des Zuständigkeitsbereichs.

Während Instrumentenflugverkehr hauptsächlich veröffentlichte Verfahren (z.B. einen ILS-Anflug oder eine SID) in und aus der Kontrollzone fliegt, benutzt man für VFR meist Pflichtmeldepunkte, über die der Ein- und Ausflug geregelt wird. Genaueres ist in den Standard Operating Procedures des jeweiligen Platzes definiert.