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Arrival / Transition to Final Approach

Nachdem Departure und Enroute eher einfach waren, geht es jetzt ans Eingemachte. Descent, Arrival und Transition sind der Teil des Flugs mit den meisten Variablen und der Teil, bei dem du als Pilot intensiv mitdenken und vorausplanen musst, wenn der Final Approach am Ende gelingen soll.

In der Theorie führt die Arrival vom letzten Enroute Waypoint zum IAF (Initial Approach Fix), die anschließende Transition (to final approach) zum FAF (Final Approach Fix), also zu dem Punkt, an dem wir auf dem ILS zu sinken beginnen.

Zunächst bekommst du eine Ankündigung der zu erwartenden Arrival.

DLH1PM, descend to FL150, expect BADSO25 RNAV transition

Descend to FL150, BADSO25 RNAV transition, DLH1PM

Was, wie, BADSO25 - in meinem Flugplan steht doch BADSO2A...

In der Praxis gibt es oft Abweichungen und Überschneidungen. Lies die folgenden Abschnitte aufmerksam durch.

Standard Arrival

Die Standard Arrival (daher der Begriff STAR) ist das klassische Arrival-Verfahren. Es kann nur mit Hilfe von Standard-Navigationseinrichtungen geflogen werden: VOR, NDB, DME.

Für jeden Airport, an dem es Standard Arrivals gibt, wird Simbrief eine solche in den Flugplan setzen. In unserem Beispielflug ist es BADSO2A

image.png

Kartenausschnitt: AD 2 EDDS 3-1-2 (10.07.2025)

Die Arrival wird von BADSO (LBU 257/30) zum VOR LBU (Luburg) geflogen. Dort beginnt dann der Final Approach, den wir uns zum besseren Verständnis mal ansehen:

image.png

Kartenausschnitt: AD 2 EDDS 4-2-1 (10.07.2025)

Der Anfangs- und Endpunkt der Arrival wird ebenfalls Transition genannt und bezeichnet den Übergang von Enroute zur Arrival und von der Arrival zum Approach. Nicht verwechseln mit der Transition (to final approach) als Prozedur. 

Das Entscheidende dabei ist: Das hier beschriebene Verfahren wird in der Realität so nicht geflogen. Schau dir den Abschnitt "RNAV Transition" an.

RNAV Arrival

Die RNAV Arrival ist auch eine STAR, aber eine die mit Hilfe von ARea NAVigation geflogen wird, also mit GNSS (Global Navigation Satellite System, besser bekannt als GPS).

Ein Beispiel ist EDDH:

image.png


Kartenausschnitt: AD 2 EDDH 3-1-1 (12.06.2025)

Auch diese Arrival führt zum IAF.

RNAV Transition

Viele Airports in Deutschland haben RNAV Transitions. Diese sind Arrival und Transition to Final in Einem, da sie das Flugzeug vom letzten Enroute Waypoint zum FAF führen. Und wo es sie gibt, werden sie von ATC genutzt.

Die Besonderheit dieser Transitions ist, dass sie nur nach Freigabe durch ATC geflogen werden dürfen. Achte daher auf den entsprechenden Eintrag in der Chart.

Für unseren Flug ist das die BADSO 25 RNAV Transition.

 

image.png

image.png

Kartenausschnitte: AD 2 EDDS 3-1-4 (10.07.2025)

DLH1PM, cleared BADSO 25 RNAV Transition

Dann fliegst du ab BADSO die Transition.

Eine andere Möglichkeit ist, dass du einen Direct auf einen Waypoint der Transition bekommst.

DLH1PM, direct DS531

Ohne weitere Anweisung oder Freigabe kannst du ab DS531 Vektoren erwarten.

Der Direct kann aber auch in Verbindung mit der Freigabe gegeben werden.

DLH1PM, cleared BADSO 25 RNAV Transition, direct DS531

Dann fliegst du nach DS531 und ab dort weiter auf der Transition.

Auch wenn die Transition keine Speed Restrictions enthält, solltest du eine IAS von 220 Kts fliegen, außer du bekommst vom Lotsen eine Geschwindigkeit angewiesen.

Clearance Limit

Viele Arrivals haben an ihren Einflugpunkten ein Clearance Limit. Auch wenn du die Arrival in deinem Flugplan aufgegeben hast und du "cleared to Stuttgart" bist, darfst du ein solches Clearance Limit nicht ohne Freigabe überfliegen.

image.png

Kartenausschnitt: AD 2 EDDS 3-1-2 (10.07.2025)

Bekommst du vor Erreichen von BADSO keine Freigabe, musst du das angegebene Holding fliegen.

In Arrivals ohne Clearance Limit darfst du selbstständig einfliegen. Hier ein Beispiel aus EDDB:

image.png

Kartenausschnitt: AD 2 EDDB 3-1-21 (30.10.2025)

Auch hier ist zwar ein Holding angegeben, dieses wird aber bei Bedarf von ATC angewiesen.

RNAV Transitions haben immer ein Clearance Limit, aber hier ist es ja ohnehin so dass das Verfahren nur nach Freigabe geflogen werden darf.

ATC Stationen

Ankommender Verkehr wird vom Radarlotsen (bei Vatsim _CTR) an den zuständigen Arrival-Lotsen (_APP) übergeben. Beide Stationen haben den Rufnamen Radar in Verbindung mit der zutreffenden FIR. Hier also Langen Radar.

Je nach Verkehrslage - bei Vatsim oft bei Events und Online Days - wird noch eine weitere Station besetzt, deren Rufname Arrival ist. Diese Station lotst den ankommenden Verkehr, der meist aus unterschiedlichen Richtungen und oft von unterschiedlichen Arrival-Lotsen kommt, auf den Endanflug.

image.png

Kartenausschnitt: AD 2 EDDS 3-1-4 (10.07.2025)

Bei Arrival meldest du dich üblicherweise nur mit deinem Callsign; das wird auch vom übergebenden Lotsen so gesagt:

DLH1PM, contact Arrival on 119.850, callsign only

Arrival 119.850, DLH1PM

Stuttgart Arrival, DLH1PM

Hinweis: Arrival hieß früher Director; das wird auch noch oft so gehandhabt.

 

Das folgende Funkbeispiel zeigt eine von etlichen Möglichkeiten.

DLH1PM, contact Langen Radar on 125.050

Langen Radar on 125.050, DLH1PM

Langen Radar, DLH1PM, FL150

DLH1PM, Langen Radar, identified, descend FL100, proceed direct to DS531, expect vectors ILS runway 25 approach

Descend to FL100, direct DS531, vectors ILS runway 25, DLH1PM

Und dann

DLH1PM, fly heading 070, descend to 5000ft, QNH1011

Heading 070, descend to 5000ft, QNH1011, DLH1PM