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Startup & Pushback

Dann wollen wir mal los! Die Gates in Münster sind Taxi Out Positionen, also entfällt hier der Pushback.

DLH1PM, Stand 10, request startup

DLH1PM, startup approved

Startup approved, DLH1PM

"Startup Approved"

Was genau ist nun dieses "Startup"?

Das Startup Approval, auf Deutsch "Anlassfreigabe", ist das Signal an den Piloten, dass sein Flug ohne weitere Verzögerung stattfinden wird. Dazu gehört natürlich auch der Triebwerksstart, in der Realität in Abstimmung mit der Ground Crew. 

Bei Events oder viel Verkehr kann es durchaus vorkommen, dass sich der Startup verzögert. Gern bekommt man dann auch eine Zeitangabe: Expect startup in 15 minutes.

Die Freigabe wird entweder gleich mit der Enroute Clearance oder später von derjenigen Station, die auch die Bewegung auf dem Vorfeld koordiniert. Achte selber darauf dass du sie bekommst und frage ggf. an.

Pushback Procedure

DLH1PM request pushback

DLH1PM, pushback approved on M blue, facing north-east

Pushback approved on M blue, facing north-east, DLH1PM

 

Mit dem Pushback wird das Flugzeug vom Gate oder Stand rückwärts auf eine Position geschoben, von der aus das Taxi starten kann. Auf einen Taxiway oder eine Taxiline, in eine Himmelsrichtung. Schau dir also die Richtungen an, insbesondere wenn die Ground Chart nicht nach Norden ausgerichtet ist.

Es gibt aber nicht nur "den Pushback", es gibt viele mögliche Varianten, auf die der Pilot vorbereitet sein muss.

Hier am Beispiel EDDC:

image.png

Kartenausschnitt: AD 2 EDDC 2-7 (12.06.2025)


Und es geht auch noch weiter: Auf größeren Airports gibt es oft Pushback Areas, die auf der Ground Chart verzeichnet sind und vom Lotsen angewiesen werden.

Manchmal beinhaltet die Pushback Procedure auch ein anschließendes nach vorn ziehen bis zu einer bestimmten Position.

Hier ist ein Ausschnitt aus der Ground Movement Chart von EDDF. Ganz einfach, nicht wahr?

image.png

Kartenausschnitt: AD 2 EDDF 2-7 (25.12.2025)

 

Pushback im Simulator

Pushback im Simulator ist eine Sache für sich. In der Realtät musst du als Captain quasi nur gönnerhaft nicken, den Rest erledigt die Ground Crew und du kannst dich währenddessen um den Engine Start kümmern.

Im Simulator bist du meistens allein unterwegs.

Klar, da gibt es GSX, aber die Erfahrung lehrt uns, dass wir bei GSX durchaus auf der Hut sein müssen, dass es auch das tut was es soll - und in der Lage sein müssen, einzugreifen wenn das nicht der Fall ist. Falsche Pfade, falsche Richtung, falsche Position oder lustige Schlangenlinien können da durchaus vorkommen.

Addon-Flugzeuge haben oft eigene Pushback Tools - aber die musst du selbst bedienen. Entweder indem du dein Pushback vorher planst (wie z.B. beim FBW A20N) oder selber den Pushback Tug "fährst". Diese Tools sind sicherer als GSX, da sie speziell auf das Flugzeug abgestimmt sind. Hast du also den Pushback bei FBW A20N sauber geplant, kannst du währenddessen entspannt die Engines starten.

Requeste den Pushback in jedem Fall erst dann, wenn du auch ohne weitere Verzögerung dazu bereit bist. 

Wenn du den Pushback selbst steuern musst, kannst du nicht (das geht erst mit viel Routine) gleichzeitig die Engines starten. Dann brauchst du aber zu lange - vom Beginn des Pushback bis ready for taxi sollten im Nomalfall nicht mehr als 3 Minuten vergehen. Wenn wegen Icing Conditions der Engine Start nicht während des Pushbacks erfolgen kann, plant der Lotse natürlich mehr Zeit ein.

Ein Workaround für den Normalfall ist, zumindest ein Triebwerk bereits vor dem Pushback zu starten und das andere während oder danach.

Und bereite dich auf eine Backup-Methode vor, wenn alles andere versagt. Nein, nicht disconnecten, sondern Schnellverstellung verwenden - die kann auch langsam. Natürlich musst du sie zuvor einrichten - nicht dass dein Flugzeug beim Drücken der Y-Taste quer über den Airport rast, weil die Schnellverstellung auf einer Throttle-Achse liegt. Tastaturkommandos oder ein Gamepad sind hier hilfreich.

Wir üben das auch während des Trainings.